5 häufige Kündigungsgründe in Unternehmen

Ein Blick auf die Kündigungsgründe lohnt sich für Unternehmen immer. Schließlich sind dies Hinweise darauf, was entweder explizit in diesem Unternehmen nicht gut läuft oder was aktuell auf dem Arbeitsmarkt stark gefragt ist und bisher noch nicht im eigenen Unternehmen angeboten wurde. Außerdem sollten Kündigungen der Mitarbeitenden stets ernst genommen werden, hier haben wir bereits einen Artikel über professionelles Offboarding geschrieben.

Warum kündigen Mitarbeitende?

Zu den Kündigungsgründen gibt es zahlreiche Studien und Befragungen mit unterschiedlichen Ergebnissen. Doch eins haben sie meist gemeinsam: das Gehalt ist oftmals nicht der ausschlaggebende Grund. Wenngleich man häufig davon hört, dass dies der Grund für einen Jobwechsel sei. Gerade für die jüngeren Generationen ist eine faire Bezahlung die absolute Basis und wird vorausgesetzt. Ganz andere Dinge sind da noch um einiges wichtiger und haben mehr Einfluss auf die Kündigungsentscheidung:

1. Fehlende Wertschätzung

Etwa 76 % suchen sich einen neuen Job, wenn sie sich nicht wertgeschätzt fühlen.

Und das kann man ihnen auch nicht verübeln, denn oftmals sind es die richtig guten Mitarbeitenden, die sich weitaus mehr Gedanken machen, Extrastunden dranhängen oder sich extra viel Mühe geben. Sehen und schätzen Führungskräfte dies nicht, sinkt die Motivation der Mitarbeitenden schneller als sie “Wertschätzung” sagen können. Regelmäßiges Feedback und Anerkennung der Leistung sind also wichtig, um die Mitarbeitenden auch im Unternehmen halten zu können.

Tipp: Es geht um echte Wertschätzung. Diese ist immer individuell und hebt Stärken und nicht die erledigten Aufgaben hervor. Ein Übermaß an Lob lässt schnell Zweifel an der Echtheit aufkommen.

2. Fehlende Perspektiven

Langeweile am Arbeitsplatz; für manche kaum vorstellbar und für andere alltäglich. Neben der Arbeitsauslastung gibt es dafür allerdings noch weitere Gründe. Laut einer Befragung können sich etwa 43 % der Millennials vorstellen, ihren Job innerhalb der nächsten 2 Jahre zu kündigen, um beispielsweise in die Selbstständigkeit zu wechseln. 59 % geben an, dass die Weiterentwicklung und Lernen extrem wichtig ist. Oftmals sind es fehlende Herausforderungen und Perspektiven, die zu einer Unterforderung der Mitarbeitenden führen.

Tipp: Hören Sie sich regelmäßig die Bedürfnisse der Mitarbeitenden an. Bieten Sie aktiv neue Rollen und Aufgaben an.

3. Falscher Fokus

43 % der Millennials einer Umfrage gaben an, dass sie das Gefühl hatten, ihr Unternehmen würde sich nur für das finanzielle Wohl interessieren. 36 % der gleichen Gruppe gaben an, dass die Arbeit einen negativen Einfluss auf ihre Gesundheit hat. Wenn Mitarbeitende keinen besonders hohen Stellenwert im Unternehmen haben, dann macht das auf Dauer unzufrieden und im schlimmsten Fall krank.

Tipp: Das Wohlergehen der Mitarbeitenden sollte im Unternehmen einen hohen Stellenwert haben. Denn, wenn diese zufrieden sind und das Gefühl haben Teil etwas Großem zu sein, hat dies auch eine gewisse Strahlkraft auf Partner und Kunden und somit auf den Erfolg des Unternehmens.

4. Schlechte Stimmung

Etwa 65 % geben an, dass sie aufgrund einer schlechten Stimmung unter Kolleg*innen ihren Job kündigen würden. Gut funktionierende Teams sind daher für Unternehmen besonders wichtig. Nicht nur, um die Effizienz möglichst hochzuhalten, sondern eben auch um die guten Mitarbeitenden nicht daran zu verlieren. Das setzt natürlich auch voraus, dass sowohl die Unternehmenswerte klar sind, als auch die Werte des Mitarbeitenden.

Tipp: Achten Sie bei der Auswahl neuer Mitarbeitenden besonders auf das cultural fit. Sind gemeinsame Werte von Anfang von beiden Seiten vorhanden, ist das die beste Basis für eine funktionierende Zusammenarbeit.

5. Unpassende Führungskräfte

Motivierte Mitarbeitende sind um 31 % produktiver als ihre unmotivierten Kolleg*innen. Doch oftmals unternimmt die Führungskraft nichts, um die Motivation zu steigern, oder viel schlimmer noch, sie demotiviert sogar. Dabei sollte man jedoch beachten, dass Führungskräfte nur “indirekt” etwa durch ihre Handlungen Einfluss auf die Motivation der Mitarbeitenden nehmen. Die Folge: Mitarbeitende kündigen ihren Job und im schlimmsten Fall löst dies sogar eine Kündigungswelle aus.

Tipp: Menschen verlassen nicht das Unternehmen, sondern ihre Vorgesetzten. Es gilt also besonders auf die Auswahl zu achten und für regelmäßige Weiterbildungen zu sorgen.

Fazit:

Die Mitarbeiterbindung ist eine zentrale Aufgabe für Unternehmen geworden und die Wichtigkeit der damit verbunden Maßnahmen darf nicht unterschätzt werden. Unternehmen, die in die Zufriedenheit der Mitarbeitenden investieren, werden mit einer hohen Motivation und Loyalität dieser belohnt.