Es war am 28.1.2019, mehr als 12.000 Meter über dem Meer bei 850 km/h, als inmitten des Atlantischen Ozeans das Warum des zukünftigen Unternehmens aufgeschrieben wurde. Ich war gerade mit dem Flugzeug auf dem Weg von Hannover nach Pittsburgh in den USA.
Nach mehr als sieben Jahren Wartezeit war ich als erster Deutscher auf dem Weg zu einem außergewöhnlichen Eishockey-Wohltätigkeitsturnier. Nachdem ich aus Neugier im Alter von 20 Jahren, während der Unizeit, mit dem Eishockey als Hobby begonnen hatte, stand ich vor einem Treffen mit einigen der besten Eishockeyspielern aller Zeiten und begeisterten Spielern aus aller Welt.
Bis vor wenigen Jahren hätte ich mein eigenes WARUM oder meinen unbewußten Antrieb nicht benennen können. In einer sehr oberflächlichen Welt, funktionierte ich handwerklich betrachtet vorzüglich. Ich übernahm sehr gerne Herausforderungen und Verantwortung und scheute auch kein Risiko. Wahre Freude über das Erreichen von tollen Zielen kam dabei aber nie wirklich auf. Der Weg war am Ende das Ziel. Ich perfektionierte meine Arbeitsweise und trainierte diese wie ein Spitzensportler. In einem solchen Spiel geht man langfristig jedoch nicht als „Sieger“ vom Feld.
Die Frage nach einem Sinn und den Beweggründen wurden immer größer, je weniger materielle Notwendigkeiten und Ziele es zu erreichen gab. Wenn man sich ehrlich und in Ruhe mit sich selbst beschäftigt (machen ganz wenige, ich davor auch nicht), findet man einen gewissen roten Faden in seinem Leben. Bei mir zeigte sich, dass ich immer schon den herrschenden Status Quo unbewußt ablehnte. Sagten alle „dies geht nicht“, „haben wir immer schon so gemacht“ oder es sei schlicht verrückt, stieg mein Interesse merklich an.
Die meisten Dinge in meinem Leben betrachtete ich immer unter dem Aspekt der Außergewöhnlichkeit, dem Hinterfragen von Konventionen und dem bewußten Brechen von Regeln. Großartige Ergebnisse, neue Erkennisse oder Exzellenz entstehen eben nicht im großen Konsens der Mehrheit oder Masse – die führt oft zu Trägkeit und Mittelmäßigkeit. Ich glaube fest daran, dass große Veränderungen durch Einzelne oder Wenige immer möglich sind, auch gegen alle vermeintlichen Wahrscheinlichkeiten. Ich möchte damit gerne meinen Beitrag leisten, um diese Welt am Ende meiner Zeit, besser zu verlassen, als ich sie vorgefunden habe.
Bei 12.000 Metern Höhe entstand also der Kern eines neuen Unternehmens, welches erst sechs Monate später wirklich gegründet wurde. Es war die Grundsteinlegung einer Gründungsidee, noch bevor der Name oder der Tätigkeit genau definiert war.
Das Warum der heutigen EpicWork AG: „Menschen zu exzellenten Ergebnissen inspirieren und begleiten, damit Wenige den Status Quo der Mittelmäßigkeit positiv ändern.“
Ich kann jeden nur bestärken, bei einer Gründung und dem damit verbundenen Beginn einer Reise die Frage nach dem tiefen Kern und dem Warum des Tuns zu fragen. Damit entsteht eine Basis, auf dem alle folgenden Dinge problemlos aufbauen können.
Ihr
Sebastian Bluhm