5 Inspirationen für ein besseres Onboarding

Wussten Sie, dass jeder Vierte das neue Unternehmen innerhalb der ersten 100 Tage wieder verlässt? Mit einem sinnvollen Onboarding kann dem erfolgreich entgegengewirkt werden.

Onboarding beschreibt sinnbildlich den Prozess des “an Bord Kommens” von neuen Mitarbeitenden im Unternehmen. Dabei geht es nicht bloß um das Zuweisen eines Arbeitsplatzes und die Aufnahme der Sozialversicherungsdaten, vielmehr ist es ein umfassender, langfristiger Prozess, um neue Arbeitnehmer*innen von Anfang an erfolgreich zu integrieren.

Gute Einarbeitung als Basis für ein zufriedenes Team

Mit einem sinnvollen Onboarding-Prozess legt das Unternehmen den Grundstein der Mitarbeiterbindung. Daher sollte ein gut geplantes, spannend inszeniertes und mit abwechslungsreichen Aufgaben angereichertes Onboarding unbedingt das Ziel sein. Denn der Einarbeitungsprozess hat einen entscheidenden Einfluss auf die weitere Entwicklung und Produktivität der Mitarbeitenden. Es findet nicht nur die fachliche Einarbeitung statt, sondern auch die soziale Eingliederung in das Team und in das Unternehmen. Die persönliche Entwicklung wird also von Anfang an berücksichtigt und das Zusammenwachsen des Teams aktiv gefördert.

Mitarbeitende langfristig begeistern

Ein optimales Onboarding sorgt nicht nur für gut eingearbeitete Mitarbeitende, sondern eben auch für einen zufriedene und begeisterte Beschäftigte. Die intensive Einarbeitung bewirkt von Anfang an ein hohes Engagement sowie selbstständiges und eigenverantwortliches Arbeiten. Wenn Unternehmen bereits von Tag eins an ihre Beschäftigten motivieren können, so verspüren diese wenig Wechselwillen, was in Zeiten des Fachkräftemangels wichtiger denn je ist.

In den ersten Tagen gehört es zu den Standardaufgaben, Formalitäten zu klären, den Arbeitsplatz einzurichten, Passwörter und Schlüssel zu übergeben und eventuell eine Unternehmensführung zu organisieren. Doch dadurch findet noch keine Integration des Mitarbeitenden statt. Dieser Prozess sollte mit persönlichen Teilen ergänzt werden. Der Dialog und Austausch über Erfahrungen, Werte und Träume sind wertvolle Informationen, um mehr über die Motivation der Mitarbeitenden herauszufinden.

Oftmals ist es sinnvoll, einen erfahrenen Mitarbeitenden als Betreuer*in zur Seite zu stellen, welche*r die Onboarding-Aufgaben kreiert und begleitet und die Integration in das Team fördert. Regelmäßige Gespräche oder Coachingsequenzen sorgen für eine schnelle Aufnahme im Team. Auch die Eindrücke des neuen Mitarbeitenden sollten regelmäßig gehört werden, denn diese haben gerade am Anfang noch einen unverbrauchten Blick und Ideen für Verbesserungen.

Übereinstimmung der Werte prüfen

Neue Mitarbeitende sollen sich durch den Onboarding-Prozess willkommen fühlen und das Unternehmen kennenlernen. Doch das Kennenlernen beruht eben auch auf beiden Seiten. Unternehmen, die neuen Mitarbeitenden durch ein intensives Onboarding die Chance geben, sich von Anfang an mit den persönlichen Stärken einzubringen, werden auch schnell feststellen, ob die jeweiligen Werte übereinstimmen. Beide Seiten können also gründlich prüfen, ob sie tatsächlich gut zusammen passen und langfristig verbunden bleiben wollen.

Tipps und Ideen

Gerade in der Einarbeitung neuer Mitarbeiter*innen lassen sich kreative Ideen integrieren. Wir haben hier einige zusammengetragen, die erste Impulse bieten können:

1. Pre-Willkommensbox

Schon vor dem ersten Arbeitstag der neuen Kolleg*innen können Sie diese begeistern. Mit einer Willkommensbox statten Sie die neuen Mitarbeitenden mit wichtigen Informationen und Utensilien aus. Verschicken Sie zum Beispiel Merchandise-Artikel wie Tassen, Stifte und Notizblöcke des Unternehmens und geben Sie erste Einblicke in die Unternehmenskultur durch Broschüren oder wichtige Links zur Unternehmenswebseite und den Social-Media-Kanälen.

2. Buddy-Programm

Stellen Sie den neuen Mitarbeiter*innen einen festen Ansprechpartner zur Hand, der alle wichtigen betrieblichen Angelegenheiten organisiert und begleitet. Der Kontakt sollte im Idealfall schon vor dem ersten Arbeitstag erfolgen, so wird der Einstieg in das neue Unternehmen deutlich erleichtert.

3. Willkommensfrühstück

Veranstalten Sie doch direkt am ersten Tag ein Frühstück mit dem gesamten Team! So können sich die neuen Kolleg*innen in einer entspannten Atmosphäre kennenlernen. Vielleicht gesellt sich auch der ein oder andere Mitarbeitende aus einer anderen Abteilung dazu. Gerade am Anfang ist gemeinsame Zeit wichtig!

4. Unternehmens-Newsletter

In einem Unternehmens-Newsletter können Sie regelmäßig wichtige Informationen über das gesamte Unternehmen mitteilen. Stellen Sie zum Beispiel die einzelnen Bereiche oder Abteilungen vor und geben den Mitarbeitenden eine Aufgabe an die Hand, wie etwa ein gemeinsames Mittagessen mit der Marketing-Abteilung oder ein kleines Kickerturnier in der Mittagspause mit dem Innendienst.

5. Onboarding als Gamification

Der gesamte Onboarding-Prozess kann auch als Spiel gestaltete werden. Strukturieren Sie den Prozess und stellen verschiedene Aufgaben an die neuen Kolleg*innen, bei denen Punkte gesammelt werden können. Ab einer bestimmten Punkteanzahl erhalten die Mitarbeitenden eine Urkunde für ein erfolgreiches Onboarding. Gleichzeitig bewerten alle Teammitglieder, ob das Kennenlernen für alle Seiten erfolgreich verlaufen ist.

Fazit:

Sinnvolle Onboarding-Prozesse sind für Unternehmen der erste Schritt der Mitarbeiterbindung. In Zeiten des Fachkräftemangels lohnt sich also die Investition in eine intensive Einarbeitung. Beide Seiten können sich im Onboarding-Prozess kennenlernen und prüfen, ob eine langfristige Verbundenheit infrage kommt. Unternehmen können dann von hoch motivierten, engagierten und loyalen Mitarbeitenden profitieren.

Über EpicWork

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