parallax background

Wie Unternehmen Familien besser unterstützen können

 

Wie Unternehmen Familien besser unterstützen können

 

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist ein ganz aktuelles Thema. Berufstätige Eltern haben Anfang des Jahres eine echte Zerreißprobe erlebt. Aber nicht nur Familien mit Kindern hatten eine enorme Doppelbelastung zu stemmen. Auch Arbeitnehmer, die beispielsweise zum Höhepunkt der Coronakrise für kranke Familienmitglieder einkaufen gehen mussten, waren einer deutlich höheren Belastung ausgesetzt.

Jetzt zum Herbst hin befürchten viele eine zweite Welle. Aber auch schon ohne Corona droht jedes Jahr im Winter, dass die Kinder aufgrund von Krankheiten nicht die Kita können, oder die Kitas geschlossen bleiben müssen. 

Übrigens: jetzt wäre ein sehr guter Zeitpunkt um sich um eine freiwillige kostenlose Grippeschutzimpung für alle Mitarbeiter zentral im Betrieb zu kümmern.

Diese „Familiensorgen“ haben einen sehr großen Einfluss auf die Produktivität der Arbeitnehmer. Denn wer sich nur wenig Gedanken um die Betreuung der Kinder oder der restlichen Familie machen muss, kann sich deutlich besser auf den Job konzentrieren.

Doch wie kann ein Arbeitgeber seine Mitarbeiter hier unterstützen? Wir haben ein paar Lösungsansätze zusammen gestellt:

 

Möglichst viel Flexibilität schaffen

Einer der wichtigsten Punkte ist hier die Flexibilität. Je freier sich die Arbeitnehmer ihre Arbeitszeit, die Pausen und auch den Arbeitsort selbst einteilen können, umso besser. Wichtig ist natürlich, dass darunter die Arbeit an sich nicht leidet und das auch offen darüber kommuniziert wird. Dazu gehört, dass der Arbeitgeber das Gefühl vermittelt, dass solche flexiblen Regelungen oder auch Homeoffice unterstützt wird. Genau so muss aber auch der Arbeitgeber transparent seinen Arbeitgeber und die Kollegen darüber informieren, von wann bis wann er wo zu erreichen ist und wann er eben auch mal nicht am Platz ist. Hier ist gegenseitiges Vertrauen ein wichtiger Schlüssel.

Alternativen zum Homeoffice schaffen

Auch wenn das Homeoffice in den letzten Monaten einen echten Schub erlebt hat, mittlerweile von vielen Arbeitgebern akzeptiert wird und natürlich in der Regel auch viel Flexibilität bietet - es ist nicht immer das Allheilmittel. 

Wenn zum Beispiel beide Elternteile von ihren Arbeitgebern in das Homeoffice geschickt werden und dort dann noch 2 Kinder in einer kleinen Wohnung warten, kann das Arbeiten von zuhause eine echte Belastung sein, in denen man sich für ein paar Stunden einen Ort für konzentriertes Arbeiten wünscht.

Hier kann der Arbeitgeber mit einigen Offsite-Büros entgegensteuern. Diese können allen Kollegen zur Verfügung gestellt werden, die nicht unbedingt im Büro erforderlich sind (um das Infektionsrisiko zu minimieren) und sich trotzdem ein Büro jenseits von zuhause wünschen, um dort konzentrierter arbeiten zu können. Einige Unternehmen haben hierfür beispielsweise dauerhaft Hotelzimmer zu sehr günstigen Konditionen angemietet.

Eltern - Kind Büro

Ein Eltern-Kind Büro - und natürlich das damit einhergehende Commitment des Arbeitgebers, dass Kinder mit in das Büro genommen werden können, ist eine tolle Möglichkeit, Eltern im Notfall unter die Arme zu greifen.

So kann ohne großen Aufwand ein Einzelbüro mit einer Spielecke für Kinder, einer großen Kreidewand und (je nach Alter der Kinder) mit einem Kinderbett ausgestattet werden.  Die Ausstattung kann man übrigens auch noch einen Schritt weiter denken - schnell kann aus einem solchen Büro auch eine Kreativumgebung für erwachsene Kinder werden.

Neben der Einrichtung des Raums ist es ebenso wichtig, auch hier offen zu kommunizieren, für welche Szenarien der Raum genutzt werden soll. Ist er nur für Notfälle (wenn z.B die Tagesmutter krank ist und keine Ersatzbetreuung gefunden werden kann) gedacht, oder ist es auch generell erwünscht, dass die Kinder ab und zu mit zur Arbeit genommen werden?

Außerdem sollte für diesen Raum eine unkomplizierte Reservierungsmöglichkeit geschaffen werden, damit die Eltern morgens schon sicher wissen, dass ihnen der Raum zur Verfügung steht und es nicht zu einer Doppelbelegung kommt.

Generelle Unterstützung bei der Kinderbetreuung

In vielen Städten ist es sehr schwer, überhaupt einen Kita-Platz zu bekommen. Hier kann der Arbeitgeber auf vielseitige Art und Weise helfen und damit auch gleichzeitig sehr attraktiv für neue Bewerber werden, die sonst bei einem berufsbedingten Umzug Angst haben müssten, keinen Kita-Platz zu bekommen.

Welche Möglichkeiten es genau gibt, erfahrt ihr in unserem Jobfeatures-Video zu diesem Thema:

 

 
 

Es muss fair bleiben

Es ist wichtig, dass alle Maßnahmen - gerade in Bezug auf Flexibilität und Homeoffice - nicht nur für Eltern, sondern für die gesamte Belegschaft gelten. Sonst kann es schnell sein, dass es zu Neid und Missgunst kommt und sich andere Arbeitnehmer benachteiligt fühlen.