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4 Gründe warum ein Arbeitgeber das Nebengewerbe seiner Mitarbeiter unterstützen sollte

 

4 Gründe warum ein Arbeitgeber das Nebengewerbe seiner Mitarbeiter unterstützen sollte

 

Viele von uns haben, früher oder später mal den Wunsch, etwas eigenes zu starten. Das Hobby zum Beruf zu machen - und sei es nur nebenberuflich.

Doch in vielen Arbeitsverträgen gibt es die Klausel, dass der Arbeitnehmer sich beim Arbeitgeber eine schriftliche Einwilligung für eine Nebentätigkeit einholen muss. Warum es für Arbeitgeber aber grundsätzlich wichtig und richtig ist, seine Mitarbeiter bei diesem Schritt zu unterstützen, möchte ich in den folgenden vier Punkten einmal verdeutlichen:

 

1. der Arbeitgeber ist rechtlich dazu verpflichtet

Viele wissen es gar nicht: Tatsächlich darf der Arbeitgeber Nebentätigkeiten gar nicht pauschal verbieten. Auch sind Klauseln, die eine pauschale Genehmigung der Nebentätigkeit verlangen, im Arbeitsvertrag unzulässig. Dies ist über die garantierte Berufsfreiheit des Arbeitnehmers (Art. 12 GG) gesichert.

Der Arbeitgeber kann lediglich im Arbeitsvertrag festlegen, dass eine Nebentätigkeit vor Aufnahme der Tätigkeit beim Arbeitgeber angemeldet werden muss und kann lediglich in Ausnahmefällen widersprechen. Zum Beispiel, wenn der Arbeitnehmer in eine Konkurrenzsituation zum Arbeitgeber tritt.

2. Nebentätigkeiten erweitern den Horizont

Gerade wenn es sich bei der Nebentätigkeit um ein eigenes Business bzw. eine Neugründung handelt, lernt der Mitarbeiter unglaublich viel dazu und erweitert seinen Horizont enorm. Dieses neue Wissen und neue Erfahrungen können dann auch dem Arbeitgeber zugutekommen.

3. Freiheiten sind attraktiv für Arbeitnehmer

Ein Arbeitgeber, der die Nebentätigkeit nicht nur stillschweigend duldet, sondern seine Arbeitnehmer sogar dabei unterstützt, die eigenen Träume zu verwirklichen sind für Arbeitnehmer besonders attraktiv. So kann aus der Unterstützung von Nebentätigkeiten auch schnell ein „Jobfeature“ werden.

4. Reisende soll man nicht aufhalten

Natürlich besteht bei einer Nebentätigkeit für den Arbeitgeber auch immer das „Risiko“, dass es nicht nur bei einer Nebentätigkeit bleibt und das der Arbeitnehmer sich komplett selbstständig macht und kündigt. Dies sollte aber niemals als Grund gelten, einen Arbeitnehmer nicht auf diesem Weg zu unterstützen. Denn durch ein (oft gar nicht zulässiges) Verbot wird die Abwanderung des Mitarbeiters nicht aufgehalten, sondern höchstens verlangsamt. Und mal ehrlich: Wenn sich die Träume und Wünsche des Arbeitnehmers nicht mit den Zielen des Arbeitgebers vereinbaren lassen, ist es mittelfristig für beide Seiten das beste, wenn die Wege in so einem Fall auseinander gehen.